
Daniela Strigl schreibt:
„…Was tut der Mensch eigentlich, wenn er liest? Er nimmt ein Gebilde aus schwarzen Strichen für etwas anderes, für eine Welt, die er sich einverleibt oder von der er sich einverleiben lässt. Diesem Tausch geht eine Entdeckung voraus: …dass die schwarzen Striche Buchstaben sind und etwas bedeuten… und die Entscheidung, das so zu akzeptieren…Wie alle Techniken, die wir erlernen… Wir können es nicht rückgängig machen. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie es davor war….“
Lesen als ein Akt um Abenteuer, Überraschungen zu erleben, ferne Länder zu bereisen, andere Menschen kennen zu lernen, Freunde zu finden, Neues zu erfahren – daran soll der Welttag des Buches erinnern.
Bücherfreund*innen, Vielleser*innen, aber auch Neueinsteiger*innen teilen ihre Begeisterung, wollen feiern und die Kraft der Bücher zeigen.
Wir, die Pestalozzi-Grundschule gehören dazu:
Kinder haben ihre Lieblingsbücher vorgestellt, Interesse bei ihren Mitschüler*innen geweckt, Bücher empfohlen und Bücher auch über eine besondere Börse ausgetauscht. Erwachsene haben in Video-Begegnung vorgelesen und die Bilder per PP-Präsentation mit den Kindern angeschaut. Wichtige Aussagen wurden in einem eigenen Bücherbaum gesammelt. Gemeinsam ein Buch lesen und – wie in einem Literaturkreis – sich darüber austauschen, bereitete den Kindern ebenso Freude.
Auch wenn Schulen geschlossen sind, teilweise Wechselunterricht stattfindet und Kinder in den Notbetreuungsgruppen sind, darf ein solch schöner Tag nicht ausfallen.
(K. Fäth-Stoll)



In Coronazeiten und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen haben 82 Kinder mit ihren Lehrerinnen am 20. Oktober im Schulgarten der Pestalozzi-Grundschule ihren eigenen Apfelmost selbst gepresst. Dass diese alte Tradition des Kelterns auch den heutigen Kindern in Erinnerung bleibt, hat der Obst- und Gartenbauverein die drei Grundschulklassen 1a, 1b, 1c zum Keltertag eingeladen. Werner Oberle begrüßte die Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen und es wurden die drei wichtigsten Arbeitsabläufe besprochen. Um den wissbegierigen Kindern an Ort und Stelle zu demonstrieren, wie man Apfelmost selbst herstellen kann, wurde eine Wanne zum Waschen, eine Obstmühle zum Zerkleinern und eine Handpresse aufgebaut. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins hatten Äpfel aus der eigenen Streuobstwiese besorgt. Jetzt gingen die Kinder mit Freude und Elan ans Werk. Zunächst wurden die Äpfel in der Wanne gewaschen und durch die Obstmühle gedreht. Gerade beim Zerkleinern der Äpfel gingen alle Kinder mit viel Spaß und Freude an die Sache. Der daraus entstandene „Apfelbrei“ wurde in der Presse in ein Presstuch eingefüllt. Jetzt waren wieder die Muskeln gefordert, denn jetzt wurde es richtig anstrengend. Mit vereinten Kräften und großem Eifer waren die Schüler/innen bei der Sache um den naturreinen Saft aus der Maische zu pressen. Schon floss der erste „Süße“ in den bereit gestellten Eimer. Alle Kinder durften den frisch gepressten Apfelmost kosten. „Voll lecker!“, und „So guten Apfelsaft haben wir noch nicht getrunken!“ war das Urteil der Kinder, da waren sich alle einig. So guten Apfelmost kann man in keinem Supermarkt kaufen, war die Feststellung. Vielen Schüler/innen wurde aber erst bewusst, dass so ein Apfelmost einerseits schnell getrunken ist, die Vorarbeit und dessen Herstellung andererseits sehr aufwendig und arbeitsintensiv ist. Die Nachmittagsbetreuung der Grundschule freute sich über eine größere Menge vom frischgepressten „Süßmost.“ Der angefallene Trester wurde im Bottich aufgefangen und der „Arche Armin“ übergeben, die diesen Apfelkuchen den Schafen verfüttern. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit wurden dadurch alle Äpfel restlos verwertet. Es ist dem Obst- und Gartenbauverein wichtig, dass Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln aus der Natur tasten, riechen, frisch schmecken und lernen.