Archiv des Autors: Bettina Herbig

Besonders flatterhafte Gäste in den 1. Klassen

Seit einer Woche haben die 1. Klassen besonderen Besuch im Klassenzimmer: am Freitag, 28.6., sind einige kleine Raupen bei uns eingezogen. Wir beobachten, wie sie immer größer und dicker werden. In der Raupenkiste gab es genügend Futter für die Raupen. Am Donnerstag der nächsten Woche waren die kleinen Fressmaschinen satt und hatten genügend Energie gesammelt, um sich zu verpuppen. Jetzt hieß es warten, bis sich die Raupen zu Schmetterlingen umgebaut hatten. Die Raupen hängten sich dazu mit einem dünnen Faden an einem kleinen Filterpapier in ihrer Raupenkiste auf. Jetzt darf sie niemand mehr stören! Wenn der Schmetterling in seiner Puppe fast so weit ist, dass er schlüpfen kann, färbt sich die Puppe dunkel.

Am Dienstag der nächsten Woche erlebten wir eine Überraschung als die 1c in ihr Klassenzimmer kam: der erste Schmetterling war geschlüpft und saß nun am Boden, um sich von der Anstrengung auszuruhen und um Blut in die leeren Adern seiner Flügel zu pumpen. So werden sie entfaltet und geglättet. Im Laufe des Vormittags schlüpften noch vier andere Schmetterlinge. Neugierig beobachteten die Kinder immer wieder die Schmetterlinge. Einige schauten auf dem Plakat nach, welche Schmetterlinge wir in den Klassen haben: es sind Distelfalter. Seit Mittwoch schülpften auch die Schmetterlinge in den anderen beiden 1. Klassen. Der fertige Schmetterling frisst fast nur flüssige Nahrung, zum Beispiel den Nektar der Blüten, den er mit seinem langen Rüssel aufsaugt. Unsere Schmetterlinge bekommen Zuckerwasser auf einem kleinen Schwamm. Wenn alle geschlüpft sind, lassen wir sie auf der Wiese frei.

 

 

So sieht ein Schmetterling die Welt durch sein Facettenauge.

 

 

Musik macht Freude, begeistert alle – Musik kann helfen

Am 06. Juni 2019 fand zum 4. Mal das Frühlingskonzert der Pestalozzi-Grundschule statt.

Dank vieler Helferinnen und Helfer konnten wir dieses Jahr wieder ein schönes Fest auf die Beine stellen.

Um die Halle festlich zu schmücken, erhielten wir auf Nachfrage bei dem für das Jagdrevier zuständigen Herrn Maik Pilzweger und einer Rückfrage bei Herrn Fuhrländer von der BIMA, der für die Flächen des Bundesforstes verantwortlich ist, Buchenäste, die der Bühne frühlingshaften Glanz gaben.

Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen unserer Schule zeigten ihre instrumentale Vielfalt, ihr Können, auch ihre Freude am Tanzen. Kinder aus dem Kindergarten Haus für Kinder Maria Geburt begeisterten das Publikum. Frei, ungezwungen, text- und melodiesicher nahmen sie das Publikum mit und für sich ein. Der Chor „Laudate“ sang sich einfühlsam und stimmungsvoll in die Herzen der Zuhörer.

Der Schulchor, die Kinder aus den Percussions-Gruppen und die Bläserklassenkinder sowohl aus der Pestalozzi-Grundschule als auch der Erich-Kästner-Grundschule in Gailbach zeigen wie viel Musikalität in ihnen steckt.

Dass Musik helfen kann, wurde mit dem Spendenbetrag von 350€ deutlich. Der Elternbeirat stockte die Summe auf 500€ auf. Die Schule möchte damit Marcella Hansch (Pacific Garbage Screening e.V.) und ihre Projekte  unterstützen. Es soll dem Schutz des Meeres vor Plastikmüll zugutekommen. Das freut sicher auch den Müll-Ökolozzi unserer Schule.

Infos zum unterstützten Projekt finden Sie unter

https://www.pacific-garbage-screening.de/team

Schweinheimer Schulkinder lernen auf der Streuobstwiese viel über die Natur

Am 20. Mai hat Werner Oberle die Schüler/innen der 1. Jahrgangsstufe der Pestalozzi-Grundschule 1a, 1b und 1c mit ihren Lehrerinnen auf die Streuobstwiese eingeladen. Diese ist in den letzten Jahren ein echter Lernort für anschaulichen Unterricht außerhalb des Klassenzimmers geworden. Der Schweinheimer Obst- und Gartenbauverein legt viel Wert darauf, Kindern das Wissen über die Natur und eine gesunde Ernährung zu vermitteln. Die Vielfalt (Biodiversität) von Streuobstwiesen ergibt sich aus einer großen Vielzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten sowie einer Fülle alter, regional typischer Obstsorten. Die Streuobstwiesen sind ein Kultur- und Naturerbe von hohem Wert. Leider war die diesjährige Obstbaumblüte bereits in den Osterferien. Anhand einer Schautafel konnte Werner Oberle den Kindern die Obstbaumblüte mit Blütenkelch, Narbe, Fruchtknoten mit Samenanlage sowie über die Bestäubung durch Insekten (z.B. Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge u.v.m.) erklären. Die Schüler erfuhren, wie wichtig die Bienen und Insekten sind, denn ohne sie gäbe es nicht so viele Früchte. Wissenswertes über Obstbaumarten, -sorten, -alter, Befruchtung und Entwicklung bis zum Apfel wurde vermittelt. Erstaunt waren die Kinder, dass es in Deutschland heute noch ca. 2.700 verschiedene Apfelsorten gibt. Ebenso können auf einer Streuobstwiese bis zu 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten leben. Diese Streuobstbestände besitzen deshalb wertvolle Qualitäten für alle Tier- und Pflanzengemeinschaften und bieten reichhaltige und vielfältige Nahrung an. Die Streuobstwiesen sind Ersatz- und Rückzugsgebiete für viele Arten deren Lebensräume, Brut- und Schlafplätze verändert bzw. zerstört wurden.

Zum Abschluss wurde den Kindern ein Streuobst-Apfel der Sorte Brettacher (Ernte September 2018) und Apfelsaft zur Verkostung angeboten. Auch dieses Mal war der sonnige Vormittag sehr lehrreich und spannend. Weitere Aktionen im Sommer (Fruchtbehang) und im Herbst (Keltertag) sind bereits geplant.

Der Obst- und Gartenbauverein bedankt sich ganz herzlich bei allen Kindern sowie bei den Lehrerinnen und der Schulleitung für das große Interesse und die angenehme Zusammenarbeit.

Werner Oberle, OGV Schweinheim

Gute Bilanz beim Citylauf 2019

Auch in diesem Jahr war die Begeisterung für den Citylauf in den Reihen der Pestalozzischüler  groß. Sehr schnell waren die 70 Startplätze, die uns jedes Jahr  vom Organisationsteam der Hypobank zur Verfügung gestellt werden, ausgebucht. Bestens unterstützt wurden die Teilnehmer vom Elternbeirat, der sowohl am Start als auch am Ziel einen Treffpunkt eingerichtet hatte.

Auch wenn  die Aufregung groß war und der Start bei einzelnen Kindern nicht  ganz reibungslos verlief, kamen alle glücklich und selbstzufrieden ins Ziel. Trotz der Enge und riesigen Menschenmasse dort fanden alle Kinder am Ende wieder zu ihren Eltern. Dies ist auch dem entschlossenen Einsatz unserer Konrektorin Frau Remmers zu verdanken, die sich in der Masse als zielstrebige Menschenfischerin erwies und verlorengegangene Kinder sicher zum Treffpunkt geleitete. Der vom Elternbeirat gereichte Bananensnack füllte die Kraftdepots der tapferen Läufer schnell wieder auf.

Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Tim aus der 3.Klasse konnte einen Pokal für seinen sensationellen dritten Platz  in seiner Altersgruppemit nach Hause nehmen und Sophia aus der ersten Klasse glänzte gleich bei ihrem ersten Einsatz mit einem zehnten Platz bei den achtjährigen Mädchen. Herzlichen Glückwunsch!!!

Besuch auf einem wirklich besonderen Bauernhof

Im Rahmen der Kooperation Kindergarten /Grundschule besuchten die Vorschüler des Kindergartens St. Franziskus in Schweinheim gemeinsam mit der Klasse 1a der Pestalozzi-Grundschule die „Arche Armin“.  Der Bauernhof von Armin und Christel Hock beherbergt eine Vielfalt an alten, vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen wie z.B.  Mangalitza Wollschweine (Tier des Jahres 2019), Passeirer Gebirgsziegen, Warzenenten und allerlei Geflügeltes.

Schon der Anmarsch auf die Schweinheimer Anhöhe wurde von Frau Hock, die alle liebevoll Oma Christel nennen, mit viel Wissenswertem reizvoll ausgeschmückt. Da erfuhren die Kinder ganz nebenbei etwas über Mühlen und Bäche, über  deren Namen und ihre Bedeutung, Märchen und Haselnusssträucher und die heilende Wirkung von Kräutern und anderen Pflanzen am Wegesrand. Denn damit kennt sich Christel Hock besonders gut aus, wovon sie die Kinder sehr eindrucksvoll  überzeugte, als sie vor deren staunenden Blicken  Brennnesselblätter  und Kleeblüten kostete , ganz ohne Nebenwirkungen übrigens.

 Am Hof angekommen begrüßte der Pfau wie ein Hausherr die Kinderschar mit seinem imposanten, in der Sonne farbenfroh glänzenden Radschlag. Sofort kamen auch die freilaufenden Hühner und Enten neugierig herbeigeeilt und nahmen den Kindern spontan und mitunter auf erheiternde Weise die erste Scheu vor allem, was da so kreuchte und fleuchte. Sehr schnell begriffen die kleinen Besucher aber auch, dass man den Gänsen nicht zu nahe treten sollte und  Ziegen keinesfalls dumm sind, wie man immer schnell zu sagen pflegt. Der Größe der Wollschweine zollten alle Respekt.

Aber nicht nur Tiere finden in der Arche ein mit Herz und Hingabe gestaltetes Zuhause. Auch alte Traktoren und allerlei anderes historisches Gerät werden gepflegt, bewahrt und genutzt, was der Aufmerksamkeit der Kinder keinesfalls entging. Nur schwer konnte man sie davon wieder losreißen. Den Heimweg traten alle mit vielen begeisternden  und unvergesslichen Eindrücken und mit der Gewissheit an, dass die Tiere auf der Arche in besten Händen sind und sich fühlen können wie im Paradies. Ein herzliches „Danke“ dafür an Armin und Christel Hock.

Andrea Kempf-Jeßberger