Wie wird Wasser wieder sauber?

Ökolozzis_WasserDiese Frage stellten sich die ersten Klassen in der Projektwoche. Dazu mussten wir zuerst herausfinden, wie sauberes Wasser sein soll, nämlich farblos, geruchlos, geschmacklos und durchsichtig.

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Danach haben wir versucht, verschiedene Stoffe in Wasser zu lösen. Mit Salz, Essig und Wasserfarbe geht das sehr gut, aber Kaffeepulver, Mehl oder Erde, lösen sich nicht ganz auf und setzen sich am Boden ab. Salatöl schwimmt sogar auf dem Wasser!

IMG_1818Jetzt mussten wir unser verschmutztes Wasser wieder reinigen – denn solches Wasser wollen wir der Erde nicht zumuten. Wir versuchten es mit Sieben, Filtern und ließen die Sonne sogar die Sonne für uns arbeiten. Manchmal half auch nur abwarten, bis der Schmutz sich absetzt und man das Wasser darüber abgießen kann. In den Experimenten wurde uns schnell klar, dass nicht jede Methode für alle Stoffe das Richtige ist. Es kommt darauf an, welcher Schmutz im Wasser ist, damit man die passende Methode zum Reinigen anwenden kann.

Frau Fäth-Stoll erzählte uns vom Künstler Friedensreich Hundertwasser, der nicht nur IMG_1822Maler und Architekt war, sondern auch ein Philosoph und Umweltschützer. Er wollte keinen Müll und keinen Schmutz auf der Erde hinterlassen. Doch einfach mal Chemie einsetzen, die den Schmutz auflöst – das wollte er erst recht nicht. Deshalb dachte er lange nach und sah sich an, wie Pflanzen es machen. Das brachte ihn auf die Idee, eine Pflanzenkläranlage und sogar eine Humustoilette zu bauen.

Heute gibt es die Pflanzenkläranlage in vielen Städten, die damit tatsächlich ihr Schmutzwasser reinigen. Im Kleinformat kann sie Wasserfarben- und Tafelputzwasser säubern. Deshalb haben wir Erstklässler kleine Pflanzenkläranlagen für unsere Schule gebaut – so muss unser Schmutzwasser nicht mehr in den Ausguss fließen, sondern wird auf natürlichem Weg von Pflanzen gereinigt.

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Wenn ihr unsere Pflanzenkläranlage nachbauen wollt, könnt ihr euch die Bauanleitung hier herunterladen. Gefunden haben wir die Idee zur Mini-Kläranlage im Heft „Wasser ist ein Zaubersaft“ (Domino-Verlag, 2004).

Pflanzenkläranlage selber bauen

Selbstgemacht schmeckt doch am besten!

…Und bringt Muckis! Das jedenfalls war die Meinung der Erstklässer nach dem Besuch beim Obst- und Gartenbauverein. Herr Oberle und Herr Hock hatten die Kinder eingeladen, mit ihnen gemeinsam Apfelsaft zu pressen.

Also marschierten die Klasse 1a am Dienstag, 9. Oktober, und die Klassen 1b und 1c am Donnerstag, 12. Oktober, auf die Streuobstwiese an der Range Control, um ihren eigenen Most zu keltern.

Zuerst mussten die Äpfel vom Baum geschüttelt und aufgesammelt werden. Danach wurden sie in einer Wanne mit Wasser von Schmutz befreit und kamen gleich mit Schale, Kerngehäuse und Stiel in die Obstmühle. Hier wurden die Äpfel zu Maische zerkleinert. Schon kam man trotz der kühlen Oktober-Temperaturen mächtig ins Schwitzen! Doch immer noch steckte der Saft in den Apfelstückchen. Also kam die Maische in die Kelter, die mit einem Tuch zum Filtern ausgeschlagen war. Jetzt war wieder Muskelkraft gefragt, damit auch der letzte Tropfen Saft herausgepresst werden konnte.IMG_8227IMG_8230

Stolz probierten die Kinder ihren eigenen Apfelmost. Hannes aus der 1b behauptete sogar: „Das ist der beste Apfelsaft, den ich je getrunken habe!“

73 ABC-Schützen beginnen ihre spannende Reise

Vollbepackt mit Ranzen und riesiger Schultüte warteten unsere diesjährigen Erstklässler in der Turnhalle darauf, dass es nun endlich mit der Schule losgehen würde.

Sie wurden von den Zweitklässlern mit Musik und guten Wünschen herzlich in der Schulfamilie der Pestalozzi-Grundschule willkommen geheißen. Die Kinder der 2b berichteten ihnen in einem kleinen, amüsanten Beitrag, wie es in der Schule wirklich ist.

Unsere Schulleitung, Frau Fäth-Stoll und Frau Erhard, begrüßten die Kinder mit ihren Familien. Sie brachten ihre Freude über den „Zuwachs“ in der Schulfamilie zum Ausdruck und wünschten den Schulanfängern alles Gute und viele schöne Erfahrungen auf diesem neuen Lebensabschnitt. Den Wünschen schloss sich auch Frau Schmiegelt-Pister als Vorsitzende des Elternbeirats gerne an und animierte die Eltern zur engagierten Mitarbeit in der Schulfamilie.

Nach dieser herzlichen Begrüßung ging es mit den Lehrerinnen in die Klassenzimmer. Die Erstklässler zeigten, dass sie bereits genaue Vorstellungen haben, was sie sich von Schule erwarten:

„Ich will hier Spaß haben und Freunde finden.“

„Ich will hier lesen lernen.“

„Ich will hier malen und singen.“

Das kleine Lied, das sie an diesem ersten Schultag in ihrem Klassenzimmer lernten, stellten sie voller Stolz ihren Eltern vor. Den Eltern war in der Zwischenzeit bei Kaffee, Kuchen, bestem Wetter und guten Gesprächen die Zeit bis zum Abholen nicht lange geworden.

Am zweiten Schultag besuchten die evangelischen und katholischen Kinder die Matthäuskirche, wo die Segnung der Erstklässler durch Frau Pfarrerin Niehaus und Herrn Pfarrer Krauth stattfand. Gebannt betrachteten die Kinder das Schmetterlings-ABC, das ihnen Frau Niehaus zum Abschied als Postkarte schenkte. Solange aber, wie der Fotograf brauchte, um alle Buchstaben des Alphabets und alle Ziffern auf Schmetterlingsflügeln zu finden – nämlich 25 Jahre – so lange wollen unsere Erstklässler nicht brauchen, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen!Schmetterlings-ABC